Ingrid und Gernot - Die Geschichte ihrer Liebe

DIE TRENNUNG

 

 

Obwohl sie sich nichts mehr wünscht, als mit ihm für immer zusammen zu sein, erkennt sie, dass die Arbeit einen Keil zwischen ihnen treibt. Gernot hält selten Verabredungen ein und verärgert damit Ingrid. Besonders erbost ist sie, als er schamlos mit einer Patientin flirtet, um sie dadurch zu einer wichtigen Herzoperation zu überreden. Ingrid wünscht sich, dass er ihr und allen anderen endlich zeigt, dass sie zusammengehören. Angetan ist sie vom Heiraten, als sie erfährt, dass Charlotte Gauss und Friedrich Steinbach den Bund fürs Leben wagen wollen. Gernot aber macht ihr klar, dass er nicht viel vom Heiraten hält, während Ingrid fest zu ihm gehören möchte.

 

Nach einiger Zeit aber scheint Gernot weit weniger als früher in die Beziehung zu investieren. Seine Arbeit hat nach wie vor Vorrang und nimmt ihn mehr denn je ein. Selbst an ihrem Geburtstag kann er nicht bei ihr sein. Eine ernsthafte Krise steht bevor. Gernot zieht sich in die Arbeit zurück, während sich Ingrid in der Klinik für eine junge Frau und deren Sohn engagiert. Der kleine Junge lebt im Heim, da man seiner Mutter vorwirft, ihn misshandelt zu haben. Doch Ingrid glaubt nicht daran und bittet Dr. Globisch ihr zu helfen. Gemeinsam mit Dr. Brentano wollen sie den wahren Grund für die vielen Knochenbrüche des kleinen Marius' herausfinden. Daher müssen sie verhindern, dass der Junge vorzeitig aus der Klinik entlassen wird. Als das Jugendamt Druck ausübt, sieht sich Gernot gezwungen, seine Mitarbeiter zur Rechenschaft zu ziehen. Ingrid nimmt alle Schuld auf sich. Gernot ist außer sich - vor allem, weil sie ihn damit vor dem Personal bloßgestellt hat. Ingrid erkennt, wie sehr sich ihre Gefühle füreinander abgekühlt haben. Er hat keine Zeit mehr für sie, weil die Arbeit und die Golfturniere vorgehen und Ingrid stellt zu hohe Erwartungen an ihn und ihre Beziehung. Als herauskommt, dass der kleine Marius an einer Stoffwechselerkrankung leidet, ist die Unschuld der Mutter damit bewiesen und das Jugendamt zieht sich aus der Angelegenheit zurück. Auch Gernot entschuldigt sich bei Ingrid, doch damit sind ihre Probleme noch nicht aus der Welt geschafft. Zwar kommt es zur Versöhnung, doch als ein langjähriger Freund von Gernot stirbt, wird er nachdenklich. Gleichzeitig trifft er bei der Beerdigung seine Jugendliebe Isabel wieder, die wenig später mit starken Schmerzen in die Sachsenklinik eingeliefert wird. Alte Erinnerungen von damals kommen wieder auf und Isabel scheint sie ebenso wenig vergessen zu haben. Sie beginnt, sich wieder Hoffnungen zu machen.

 

Dass Gernot sich mehr und mehr von Ingrid zurückzieht, wirkt sich nicht gerade positiv auf ihre Beziehung aus. Ingrid möchte ihm nahe sein, doch Gernot hält Distanz und verschweigt ihr, dass Isabel in der Klinik liegt. Das muss Ingrid erst durch Günther erfahren. Nach einer Nacht an Isabels Bett - Gernot hatte eine Not-OP vornehmen  und damit die langersehnte Aussprache mit Ingrid absagen müssen - ist er sich über seine Gefühle im Klaren. Er gesteht Isabel, dass es längst eine andere Frau in seinem Leben gibt und holt Ingrid zu sich, um ihr zu sagen, dass er sie liebt und die Beziehung nicht aufs Spiel setzen will. Doch dafür scheint es in Ingrids Augen bereits zu spät zu sein. Sie liebt Gernot noch immer, doch nun steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens. Sie trennt sich von ihm! Ihre Überlegungen gehen sogar so weit, in Günthers Klinik zu wechseln, doch Gernot bittet sie zu bleiben. Vorerst wohnt sie noch immer in seiner Villa, stürzt sich in Arbeit und übernimmt Nachtdienste. Die einzige, der sie sich anvertraut, ist Schwester Yvonne. Auch Gernot bricht seine Abmachung, vorerst niemandem etwas von der Trennung zu erzählen und weiht Barbara darin ein. Doch auch Sarah Marquardt wird hellhörig und versucht, die Situation zu nutzen, um Ingrid zu schwächen. Als sie davon erfährt, sagt sie Sarah gehörig die Meinung. Obwohl sie sich von Gernot getrennt hat, wird dies keinerlei Auswirkungen auf ihre berufliche Verbindung haben.

 

START

INGRID RISCHKE

GERNOT SIMONI

DIE GESCHICHTE IHRER LIEBE

 Gemeinsame Jahre

 Annäherung

 Große Gefühle

 Zeit zu zweit

 Die Trennung

 Eigene Wege

 Freundschaft

 Eine neue Chance

 Erste Hürden

 Glücksmomente

 Verlockungen

 Zweite Heimat

FANFICTION

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EIGENE WEGE

 

 

Ihre Trennung bleibt in der Klinik kein Geheimnis mehr. Ingrid zieht in eine kleine Wohnung in die Kochstraße und beginnt, sich mit der Situation auseinander zu setzen. Das gelingt ihr allerdings nicht sofort. Nur wenige Wochen nach der Trennung glaubt sie, dass Barbara ein Auge auf ihren Chef geworfen hat und weist Gernot unmissverständlich darauf hin. Der versteht Ingrids Zweifel nicht. Schließlich war sie es, die die Trennung wollte. Durch die Arbeit schaffen sie es schließlich, Abstand voneinander zu gewinnen und freundschaftlich miteinander umzugehen. Gernot ist stolz, als Ingrid eine Auktion zugunsten eines guten Zwecks organisiert und somit die Klinik ein Hyperthermiegerät anschaffen kann

 

Als Gernot die Unternehmensberaterin Christine Stein kennen lernt, scheint er wieder bereit zu sein, sich mit einer Frau einzulassen, auch wenn für ihn keine Liebe im Spiel ist - nicht nach so kurzer Zeit. Christine, eine alte Freundin von Sarah, ist jedoch zu einem ganz anderen Zweck in der Klinik. Sarah will sie dazu bringen, ein Gutachten anzufertigen, das dem Professor Unfähigkeit nachweist. Christine lässt sich anfangs darauf ein. Als jedoch ihr Sohn in die Sachsenklinik eingeliefert wird, macht sie sich große Sorgen, zumal sie nach einem Streit in den letzten Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm hatte. Die Ärzte zeigen Engagement, vor allem Gernot kümmert sich um ihn und tröstet die verzweifelte Mutter. Sie beginnt, ihre Meinung über ihn zu ändern und so kommen sich beide sichtlich näher. Das bemerkt auch Sarah. Als sie beobachtet, wie Christine in das Auto des Professors steigt, fasst sie einen gemeinen Plan. Sie gibt vor, den Professor in der Klinik zu suchen, da er dringend eine bestimmte Akte benötigt. Schließlich bittet sie Ingrid, sie bei ihm nach Dienstschluss vorbeizubringen. Ingrid will helfen und geht auf dem Nachhauseweg an der Villa Simoni vorbei. Als niemand öffnet, greift sie zu ihrem Hausschlüssel, den sie noch immer besitzt und trifft plötzlich auf ihn und Christine - in einer eindeutigen Situation.

 

Ingrid ist verletzt. Sie überspielt ihre Gefühle mit einem Lächeln, obwohl sie am liebsten im Erdboden versunken wäre. Gernot entschuldigt sich gleich am nächsten Morgen bei ihr, wobei Ingrid - noch immer beherrscht - zwar zugibt, dass es sie verletzt hat, aber doch einsieht, dass Gernot ein freier Mann ist, der tun und lassen kann, was er will. Dennoch ist sie nicht unglücklich darüber, dass die Nacht mit Christine für Gernot die einzige geblieben ist.

 

Auch Ingrids Gefühle geraten durcheinander als ein neuer Arzt seinen Dienst in der Sachsenklinik antritt. Sie findet Dr. Hartmann äußerst sympathisch und kommt ihm über ihre Vorliebe für Roibuschtee näher. Sie ahnt allerdings nicht, dass Dr. Hartmann einige Leichen im Keller hat. Er operiert mit Vorliebe Patientinnen, die gesund sind, um so nach seiner Scheidung nicht vor dem Ruin zu stehen. Da die Mitarbeiter der Sachsenklinik Verdacht schöpfen, unternimmt Dr. Hartmann Maßnahmen. Er erkennt Ingrids Gefühle und beginnt, damit zu spielen. Seine Liebe für Tee ist ebenso unecht wie seine Sympathie für sie. Er benutzt sie, um so Informationen über die Kollegen der Sachsenklinik zu gewinnen und macht ihr große Versprechungen. Als sich der Verdacht gegen Dr. Hartmann erhärtet, zieht er Konsequenzen und gibt sein Fehlverhalten zu. Ingrid ist tief verletzt. Wie auch für Gernot scheint der Rückzug in die Arbeit für sie das Beste zu sein.

 

 

FREUNDSCHAFT

 

 

Einer Freundschaft stehen verblasste Gefühle jedoch nicht mehr im Wege. Durch die Arbeit sind sie den friedlichen Umgang miteinander gewohnt und berufliche Fragen lassen sich auf diesem Wege klären. Gernot schlägt Ingrid für das Amt als Gleichstellungsbeauftragte vor, doch Sarah Marquardt befürchtet nichts Gutes. Mit der Oberschwester möchte sie es auf keinen Fall zu tun haben. Auch als Dr. Globisch kandidiert, ist sie gar nicht glücklich und würde am liebsten Schwester Yvonne, die sich in ihren Augen wohl kaum gegen Sarah wehren kann, in dieser Position sehen. Sarah kann Dr. Globisch die Kandidatur ausreden. Was Ingrid betrifft, so verbreitet sie das Gerücht, dass die Freundschaft zum Professor äußerst hinderlich für die Klinik wäre. Ingrid würde sich wohl kaum gegen ihren früheren Lebensgefährden stellen. Ihr Plan geht auf und Ingrid kann die angestrebte Position nicht antreten. Aber dennoch ist sie nicht unglücklich darüber. Wenigstens kann sie Gernot voll und ganz vertrauen. Er versichert ihr, dass er immer hinter ihr stehen wird.

 

Als sie müde und überarbeitet wirkt, macht er sich große Sorgen um sie. Er tröstet sie mit Worten und verordnet ihr Urlaub. Gut erholt und mit neuen Zukunftsvisionen kehrt sie zurück. Zwar ist sie, was Männer betrifft vorsichtiger geworden, aber sie würde sich doch ganz gern wieder verlieben. Sie gibt eine Kontaktanzeige auf und lernt so den netten Richard Becker kennen, dem Noch-Ehemann einer ehemaligen Geliebten des Professors. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt wird Ines Becker in die Klinik eingeliefert. Gernot kümmert sich rührend um sie, während Ingrid sich mit Richard trifft. Derweil geht in der Klinik das Gerücht um, Ingrid und der Professor hätten wieder zueinander gefunden. Als Barbara den beiden ihre Vermutung gesteht, löst sich das Missverständnis schnell wieder auf. Die einzigen, die zusammen gefunden haben, aber sind Ines und Richard Becker. Ingrid, die erkannt hat, dass sich beide noch immer lieben, ist sogar froh darüber. Sie stellt ihr eigenes Glück zurück. Erst als sie nach einem Busunglück in der Stadt selbst in die Sachsenklinik eingeliefert wird, erwachen neue Hoffnungen. Zufällig trifft sie in der Klinik ihre Jugendliebe Johannes Paintner wieder und verliebt sich erneut in ihn. Er erzählt ihr von Florida, wo er schon längst hätte sein müssen und macht ihr den Ruhestand und das schöne Leben weit ab von hier schmackhaft. Gernot sieht dem ganzen mit Argwohn entgegen. Er macht sich große Sorgen um Ingrid. Schließlich hat man bei ihr eine Verengung des Wirbelkanals festgestellt. Sie muss dringend operiert werden. Durch die Krankheit und das unverhoffte Wiedersehen denkt sie viel über ihre Zukunft nach. Johannes steht ihr in dieser Zeit bei und auch sie kann ihm helfen und überreden, seinen Gesundheitszustand ernst zu nehmen. Er möchte daraufhin nur noch eins: Gemeinsam mit Ingrid nach Florida auswandern. Sie ist hin- und hergerissen. Auf der einen Seite gibt es Gernot, der sie um keinen Preis der Welt gehen lassen möchte, dem gegenüber sie allerdings keinerlei Verpflichtungen mehr hat und auf der anderen Seite steht Johannes, der Liebe und Glück in ihr Leben zurückbringt. Nach langer Überlegung entschließt sich Ingrid, mit ihm nach Florida zu gehen. Gernot ist äußerst unglücklich über diesen Zustand. Nur widerwillig lässt er Ingrid gehen. Doch der Abschied fällt ihr weitaus schwerer als sie geglaubt hat. Ingrid schafft es nicht, von ihrem Beruf und ihren Kollegen Abschied zu nehmen. Zur Freude aller bliebt sie in Leipzig. Nach einigen Wochen in der Reha-Klinik kehrt sie voller Freude wieder in ihren Job zurück. Gernot ist froh, sie nicht verloren zu haben - nicht als Kollegin und auch nicht als Freundin. Dass er ihr bald erneut beistehen muss, ist für ihn selbstverständlich. Ingrids Schwester möchte ihren 50. Geburtstag in Leipzig feiern, doch das Wiedersehen findet schon vorher statt. Überraschend wird sie in die Sachsenklinik eingeliefert. Für Ingrid ist das Wiedersehen jedoch nicht einfach. Sie hat ihrer Schwester seit langem verschwiegen, vor vielen Jahren eine Beziehung mit ihrem Mann Jochen gehabt zu haben und sich daher immer von ihr distanziert. Nun, wo es ihrer Schwester Gisela schlechter geht, wird es Zeit für eine Aussprache. Beide Schwestern nähern sich wieder an. Doch unerwartet stirbt Gisela nach einer OP. Ingrid ist völlig verzweifelt. Gernot tröstet sie in dieser Situation und lässt sie nicht allein. Für sie ist seine Gesellschaft nun besonders wichtig.

 

Eine angenehme Ablenkung ist für sie in dieser schweren Zeit der bevorstehende Ärzteball. Ingrid würde sehr gern mit Gernot hingehen, doch er hat ein altes Versprechen eingelöst und Barbara eingeladen. Ingrid ist enttäuscht. Sowohl sie als auch Frau Marquardt würden so gern an der Seite des Professor erscheinen und können Barbara den Ärzteball ausreden. Ingrid ist erfreut, als sie schließlich von ihm eingeladen wird. Doch sie hat die Rechnung ohne Sarah gemacht, die sie mit zusätzlicher Arbeit vom Ball abhält. Obwohl Gernot gern mit Ingrid dorthin gegangen wäre, tut er Sarah schließlich - wenn auch nur widerwillig - den Gefallen und lädt sie dazu ein. Doch zu einem gemeinsamen Abend kommt es schließlich doch nicht. Ein Notfall hindert Gernot daran, zum Ärzteball zu gehen und so bleibt Sarah schließlich allein übrig.

 

Gernot, der in der Folgezeit den Posten des geschäftsführenden Direktors und Chefarztes gleichzeitig ausführt, ist vollkommen überarbeitet. Als auch noch Barbara im Urlaub ist, scheint nichts mehr zu gehen und er erkennt, dass es leichtsinnig war, sich keine Vertretung besorgt zu haben. Ingrid, die das Geschehen beobachtet, entschließt sich kurzfristig, ihm unter die Arme zu greifen. Zum Leidwesen Sarahs springt sie für ein paar Tage für Frau Grigoleit ein und unterstützt Gernot. Sie erweist sich als große Hilfe, kocht sogar Kaffee für ihn und die Kollegen bei Besprechungen und scheint auch diese Position gut im Griff zu haben. Umso mehr freut sie sich auf Gernots Sommerfest, das er in seinem Ferienhaus als Dank für die Mitarbeiter gibt. Die Enttäuschung ist groß, als sie feststellt an diesem Tag Dienst zu haben. Um Yvonnes Pläne nicht zu durchkreuzen, bleibt sie in der Klinik, während Sarah Gernot überredet, doch noch Schwester Yvonne einzuladen, die daraufhin ihre Pläne ändert und an dem Sommerfest teilnimmt. Das kommt Sarah ganz recht. Sie entleiht sich Pias Digitalkamera und schießt ein paar Fotos, auf denen Yvonne und Gernot vergnügt tanzen. Die Bilder will sie Ingrid schließlich nicht vorenthalten und platziert sie auf deren Schreibtisch. Als Ingrid die Bilder findet, ist sie sehr enttäuscht und lässt ihren Frust daraufhin an Yvonne aus. Sarah beobachtet die Szene mit Wohlwollen. Erst als auch Yvonne die Bilder in Ingrids Akten entdeckt, wird ihr klar, warum sie so schlechte Laune hat. Sie erzählt ihr von Sarahs Bitte, mit dem Professor zu tanzen und so klärt sich die ganze Angelegenheit schnell auf. Ingrid kann weder Yvonne noch Gernot böse sein. 

 

Als Weihnachten vor der Tür steht, wird ihr nach langer Zeit bewusst, wie einsam solche Momente doch sein können. Sie hat - wie auch Gernot - Dienst. Am Abend kommt sie in sein Büro, wo sich Gernot nach seinem Auftritt als Weihnachtsmann auf der Kinderstation zurückgezogen hat. Sie überreicht ihm zwei Karten für die Oper, die schon seit Monaten ausverkauft sind und macht Gernot damit eine große Freude. Er, der nicht mit einem Geschenk gerechnet hatte, wird verlegen, als er feststellt, dass er gar nichts für Ingrid hat. Den Abend will er allerdings doch nicht allein verbringen und so lädt er Ingrid auf ein Glas Wein ein, um mit ihr gemeinsam Weihnachten zu feiern.

 

 

EINE NEUE CHANCE

 

 

Ingrid macht sich große Sorgen, als Gernot im Streit mit Sarah Marquardt einen leichten Herzanfall erleidet. Sie gesteht ihm, einen Moment lang den Gedanken gehabt zu haben, er würde sterben. Nun kümmert sie sich fürsorglich um ihn und sorgt dafür, dass er sich schont. Als Sarah in seinem Zimmer auftaucht und es erneut zu einer Meinungsverschiedenheit kommt, wirft Ingrid sie eigenhändig hinaus, was Gernot äußerst amüsiert verfolgt. Dank Ingrids fürsorglicher Betreuung ist er bald wieder auf den Beinen. Er ist ihr für ihre Hilfe sehr dankbar und will sich bei ihr mit einer Einladung in seine Villa revanchieren. Dort macht Ingrid Bekanntschaft mit Gernots neuer Haushälterin. Berta Finke zeichnet sich allerdings nicht nur durch ihr Organisations- und Kochtalent aus, sondern gibt Ingrid gleich zu verstehen, dass sich aufgewärmte Beziehungen nicht lohnen. Ingrid und Gernot genießen den Nachmittag trotz Bertas Spitzen. Erst als seine neue Angestellte durch ihren eigentümlichen Geschmack auffällt, der in Form einer Tagesdecke mit Tigermuster gipfelt, stellt er fest, dass Berta nicht die ist, für die er sie gehalten hat. Bald kommt er zufällig dahinter, dass sie seine Sachen durchstöbert hat und bestens über seine Beziehung mit Ingrid bescheid weiß. Diese Angelegenheit erörtert sie schließlich in einem Telefongespräch mit ihrer Mutter, bei dem sie an Ingrid kein gutes Haar lässt. Gernot, der zufällig mithört, kündigt Berta daraufhin fristlos. Diskretion ist schließlich ein wichtige Voraussetzung für ihn. Doch auch in der Klinik kommt er nicht zur Ruhe. Sarah Marquardt setzt sich dafür ein, die Radiologie zu digitalisieren und findet in Roland den passenden Mitstreiter. Gernot, der in Roland großes Vertrauen gesetzt hat, ist erschüttert, wie sehr ihn sein Nachfolger doch schon im Ruhestand sieht. Auch Sarah Marquardt plant weit voraus. Gernot ist entrüstet darüber und macht sich Gedanken um die Zukunft und vor allem, wie oft doch über seinen Ruhestand diskutiert wird, an den er noch lange nicht denken möchte. Schließlich vertraut er seine Sorgen Ingrid an, die ihm wieder Mut macht und ihn von den Vorteilen der digitalen Radiologie überzeugt. Zu Rolands und Sarahs Zufriedenheit willigt Gernot daraufhin ein. Ein bisschen skeptisch macht ihn auch ein Interview, das er bald darauf mit der jungen Journalistin Anna Herrmanns von der "Extra-Post" über die Folgen der Gesundheitsreform führt. Gernot, der dem Gespräch anfänglich ausweicht, bekommt Annas Hartnäckigkeit bald zu spüren. Bei einem Abendessen lernen sie sich näher kennen. Um Anna den Klinikalltag näher zu bringen, lädt er sie dazu ein, ihn einen Tag lang in der Klinik zu begleiten. Die junge Frau nimmt das Angebot dankend an. Weniger glücklich darüber ist Ingrid, die Gernot den Vorschlag macht, wieder einmal gemeinsam in die Oper zu gehen. Als sie sieht, wie Anna ihn vor ihren Augen auf die Wange küsst, wird ihr klar, dass aus dem Abend nichts wird. Gernot, der sich Anna nur zögerlich nähert und Angst davor hat, eine Beziehung einzugehen, sträubt sich schließlich nicht länger gegen ihre Annäherungsversuche und beginnt ein Verhältnis mit ihr. Um das neue Glück zu genießen, nimmt er sich - entgegen seiner Art - zwei Tage frei und vergisst darüber hinaus eine Verabredung mit Günther. Als Gernot Anna diesem vorstellt, ist er zunächst skeptisch, vor allem, was ihr Alter betrifft. Um Anna zu imponieren, will Gernot seinen Lebenswandel ändern und sich sportlich betätigen. Günther folgt seiner Bitte, mit ihm ins Fitnessstudio zu gehen, doch schon bald fühlt er sich wie das fünfte Rad am Wagen. Er sieht, wie Gernot Anna beeindrucken will, indem er seinen plötzlichen Fitnesswahn übertreibt und sich damit in seinen Augen sprichwörtlich zum Affen macht. Es kommt zum Streit zwischen Gernot und Günther. Doch als er Gernot schließlich wieder besuchen will, trifft er nur Anna an, die ihm mitteilt, dass sie nicht Schuld daran sein will, wenn sich beide streiten. Sie schließt Freundschaft mit Günther, der sich daraufhin auch wieder mit Gernot versöhnt. Schwere Zeiten kommen auf Anna zu, als ihr Vater Prof. Karl Herrmanns in die Sachsenklinik eingeliefert wird. Sie möchte, dass Gernot ihn behandelt. Als er feststellt, dass Karl Herrmanns einen Tumor hat und dringend operiert werden muss, stößt er jedoch an seine Grenzen. Annas Vater stimmt einer OP nicht zu. Sie bittet Gernot inständig, ihren Vater dazu zu überreden, doch Gernot hält es für besser, wenn Anna dies tut. Doch das distanzierte Verhältnis zwischen Vater und Tochter macht es ihr nicht einfacher. Erst der Rat von Ingrid macht ihr Mut, mit ihrem Vater zu sprechen. Daraufhin versöhnen sich beide. Karl Herrmanns lässt sich von Gernot operieren, der jedoch mittlerweile an seiner Beziehung zu Anna zweifelt. Auch Ingrids Bitte, nicht die gleichen Fehler wie in ihrer Beziehung zu machen, ändert daran nichts mehr. Gernot trennt sich von Anna. In der Folgezeit widmet er sich ganz der Klinik und der damit verbundenen Einführung der digitalen Radiologie, während Ingrid in den Urlaub fährt. Als sie zurückkehrt, ist die Freude besonders groß, ihre alte Freundin Uta Dorn wiederzutreffen. Doch die Freude wehrt nicht lange, denn Uta wird mit starken Schmerzen in die Sachsenklinik eingeliefert. Bevor sie sich jedoch einer OP unterziehen will, fragt sie Ingrid um Rat, die zuvor ein Gespräch zwischen Dr. Kreutzer und Dr. Heilmann belauscht hat und Uta nun vor einer möglichen Querschnittslähmung warnt. Ingrids Freundin beschließt daraufhin, sich nicht operieren zu lassen und verlässt die Sachsenklinik. Wenig später aber bricht sie zusammen und fällt nach der notwendigen OP ins Koma. Nicht nur Ingrid macht sich schwere Vorwürfe, sondern auch Utas Lebensgefährte Hugo Ebers beschuldigt sie. Als er Dr. Kreutzer mitteilt, dass sich Uta aus Angst vor einer Lähmung nicht operieren lassen wollte, wirft Achim Ingrid Kompetenzüberschreitung vor. In einem erneuten Gespräch mit Hugo erfährt sie, dass auch er ohne Uta nicht weiterleben will. Ingrid ist daraufhin so getroffen, dass sie sich entschließt zu kündigen. Gernot, der sich große Sorgen um Ingrid macht, will dies jedoch verhindern. Ingrid hat große Zweifel und fragt sich, ob die Arbeit in der Klinik noch wichtig für sie ist. Sie will ihre Entscheidung noch einmal überdenken, doch inzwischen hat sich auch Sarah Marquardt der Sache angenommen und will Hugo Ebers überreden, Ingrid zu verklagen. Als Uta erfolgreich von Gernot operiert wird, sind Hugo und Ingrid sehr erleichtert. Obwohl Sarah sie in den Ruhestand schicken will, möchte sie auch weiterhin in der Klinik bleiben und wird von Gernot in ihrem Vorhaben unterstützt. Zudem zeigt sich auch Hugo versöhnlich. Zwar blickt Ingrid daraufhin wieder mit Zufriedenheit auf ihr Leben, aber sie erkennt, dass ihr etwas Wichtiges fehlt: Die Liebe eines Mannes! 

 

Ganz besonders nachdenklich wird sie aber erst an ihrem 60.Geburtstag! Schlagartig wird ihr bewusst, dass die Zeit davonrennt, obwohl sie noch so viel vorhat. Am liebsten würde sie es verdrängen, dass die Jahre vergehen, ohne dass sich in ihrem Leben etwas ändert. Doch nach einem Gespräch mit einer Patientin, die ihr rät, die Zeit zu nutzen, schöpft Ingrid neue Kraft. Sie erkennt in Sarah Marquardts Geschenk - ein Gutschein für einen Workshop - die Möglichkeit, ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben. Gernot, der sie an ihrem Geburtstag zum Essen einlädt, versteht jedoch nicht, welche Gedanken sie beschäftigen. So nimmt Ingrid übers Wochenende an dem Workshop "Der Goldene Herbst" teil. Anfangs etwas skeptisch versucht sie jedoch, das beste daraus zu machen, was allerdings durch die unsanften Worte des Mitteilnehmers Harry Vorndran erschwert wird. Ingrid und er geraten immer wieder aneinander. In einem Gespräch versucht sie, Frieden zu schließen und erkennt, dass Harry ein einsamer Mann ist, dem ihre Gesellschaft ganz und gar nicht unangenehm ist. Er ist es auch, der sie dazu bringt, über ihr Leben nachzudenken und ihre Natürlichkeit nicht zu verstecken. Obwohl auch sie ihn mittlerweile sympathisch findet, hat sie Angst vor der plötzlichen Nähe zu ihm und geht auf Distanz. Wieder zurück in Leipzig scheint Ingrid nicht nur äußerlich verändert zu sein. Gernot und Sarah fällt die Veränderung sofort auf, die sie sich allerdings nicht erklären können. Da taucht Harry Vorndran überraschend in der Klinik auf. Er gesteht Ingrid seine Gefühle und möchte sie näher kennen lernen. Ingrid ist nun nicht mehr unsicher und will dem Glück mit Harry eine Chance geben. Als er sie für ein paar Tage auf sein Gestüt einlädt, sagt sie freudig zu. Auch Gernot bleibt nicht länger verborgen, dass es in ihrem Leben wieder einen Mann gibt, auch wenn er sich nicht für sie freuen kann. Doch auch für Ingrid endet der Besuch bei Harry in einem Fiasko. Seine 10 Jahre ältere Schwester Dorothee verheimlicht ihre Antipathie Ingrid gegenüber nicht und macht ihr deutlich, dass es keine Frau schaffen wird, sich zwischen sie und ihren Bruder zu drängen. Zudem erinnert alles in Harrys Haus an seine verstorbene Frau Mathilde, über die er scheinbar hinweg ist, aber die Erinnerung an sie, getrieben durch seine Schwester, bewahren will. Dorothee, die Harry nach dem frühen Tod ihrer Eltern aufgezogen hat, sieht sich noch immer als sein Vormund und versucht mit allen Mitteln, Ingrid den Aufenthalt zu erschweren. So muss sie in Mathildes Zimmer übernachten, das voller Erinnerungen steckt und steht unter ständiger Beobachtung Dorothees. Sie lässt sie und Harry keinen Moment aus den Augen. Selbst als Harry seiner Schwester klarmacht, dass er sich und Ingrid eine Chance geben will, kann diese die ständige Konfrontation mit Dorothee und den Erinnerungen an Mathilde nicht ertragen. Ingrid will vorzeitig abreisen. Da erkennt Harry, dass er nicht so weiterleben kann. Gegen den Willen Dorothees entschließt er sich, die Sachen seiner verstorbenen Frau auszusortieren. Um ein paar unbeschwerte Tage mit Ingrid zu verbringen, fährt er schließlich zu ihr nach Leipzig und so können beide ihr junges Glück genießen. Doch die Zeit nimmt ein jähes Ende, als Ingrid in der Klinik auf Dorothee Vorndran trifft, die als Patientin eingeliefert wird. Sie war ihrem Bruder nach Leipzig gefolgt und hatte dabei einen Herzinfarkt erlitten. Ingrid aber glaubt ihr zunächst nicht. Harry, der sich große Sorgen um seine Schwester macht, will Ingrid davon überzeugen, dass sie ihre Beziehung früher oder später akzeptieren wird. Ingrid aber zweifelt daran. Nun trifft auch Gernot als ihr behandelnder Arzt auf Dorothee Vorndran. Ihm bleibt das enge Verhältnis zwischen ihr und ihrem Bruder ebenso wenig verborgen wie Ingrid. Als sie vergisst, Dorothee Tabletten zu verabreichen, schaltet sich nicht nur Sarah ein, sondern es kommt auch zum Streit mit Gernot. Ingrid ist an einem Tiefpunkt angelangt. Da macht ihr Harry überraschend einen Heiratsantrag. Er ist bereit, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und einen Neuanfang zu wagen. Obwohl Ingrid Harry sehr liebt und gern seine Frau werden würde, ist sie skeptisch, ob seine Schwester sie jemals akzeptieren wird. Nachdem Harry Dorothee von seinen Heiratsplänen unterricht hat, verschlechtert sich ihr Zustand dramatisch und eine notwendige OP wird unumgänglich. Auch Gernot ist nicht begeistert, als er von Ingrid erfährt, dass Harry sie heiraten will. Für Ingrid wird die Situation nicht einfacher. In einem Gespräch mit Vladi erfährt Dorothee Vorndran schließlich von der früheren Beziehung zwischen Ingrid und Gernot. Nachdem sie versucht hat, dies bei ihm anzusprechen, unterrichtet sie auch Harry von ihrem Wissen. Er zeigt sich überrascht und will seiner Schwester kaum glauben. Dorothee aber will ihn davon überzeugen, dass Ingrids Schweigen nur mit ihren noch immer vorhandenen Gefühlen für Professor Simoni zu erklären ist. Als sich Harry bei Gernot über den Zustand seiner Schwester informiert, fragt er offen nach seiner Beziehung zu Ingrid - auch, ob er noch immer etwas für sie empfindet. Gernot aber verweist ihn auf Ingrid und macht ihm klar, dass er über die Sorge um seine Schwester eine so wunderbare Frau wie Ingrid nicht vergessen sollte. Harry aber ist hin- und hergerissen. Dorothee wird den Hof nicht mehr allein führen können und auch mit einem Verwalter wäre sie nicht einverstanden. Da unterbreitet Harry Ingrid den Vorschlag, dass sie alle Zelte in der Sachsenklinik abbrechen und zu ihm und Dorothee auf das Gestüt kommen soll. Ebenso erfährt sie Druck von Sarah, die ihr wieder einmal den Ruhestand schmackhaft machen will. Nach einem Gespräch mit Gernot, der sie davon überzeugen will, dass sie auf Harrys Gestüt und unter der Vorherrschaft seiner dominanten Schwester niemals glücklich wird, beschließt sie, um Harry zu kämpfen. Sie ist nun bereit, ihr altes Leben hinter sich zu lassen, um mit Harry und seiner Schwester zu leben. Doch nach Dorothees Operation wird auch Harry nachdenklicher. Als er erfährt, dass sie den Platz für ihn und Ingrid auf dem Gestüt räumen und in ein Hospiz gehen will, plagt Harry das schlechte Gewissen - zumal seine Schwester für ihn und ihren Hof ihr eigenes Leben zurückgestellt hat. Er verspricht ihr, ihr das Zuhause niemals zu nehmen. Ingrid, die Harry ihre Entscheidung mitteilt, für ihn und seine Schwester da zu sein, erkennt, dass Harry seine Meinung scheinbar geändert hat. Schließlich gesteht er ihr, dass Dorothee nie wieder eine Frau in seinem Leben akzeptieren würde und auch für ihn die Sorge um sie wichtiger ist als alles andere. So trennt er sich von Ingrid, die schweren Herzens Dorothee Vorndran klarmachen will, dass Harry seine Schwester nicht aufgeben wird, solange sie bereit ist, ihn loszulassen. Gernot trifft die unglückliche Ingrid schließlich vor der Klinik an. Obwohl er insgeheim froh ist, dass sie ihr Leben nicht mit Harry teilen wird, versucht er, sie aufzumuntern. So verbringen beide den Rest des Tages bei einem gemeinsamen Abendessen.

 

Nur kurze Zeit später taucht Gernots Bruder Helmut in der Sachsenklinik auf, um sich einem Routine-Check zu unterziehen. Ganz nebenbei verfolgt er jedoch noch ein anderes Ziel. Helmut - frisch verliebt und dabei, sich zur Ruhe zu setzen - ist fest entschlossen, mit seiner neuen Liebe in die Südsee auszuwandern. Das nötige Geld dafür will er durch den Verkauf des gemeinsamen Elternhauses nehmen und benötigt dafür das Einverständnis seines Bruders. Gernot aber macht sich Sorgen um ihn, nicht nur, weil Helmuts Untersuchungsergebnisse ein erhöhtes Herzinfarktrisiko aufweisen, sondern auch, weil er seinem geplanten Neuanfang mit gemischten Gefühlen entgegen sieht. Als er seinem Bruder die Ergebnisse der Untersuchung mitteilt und ihm auf die drohende Gefahr eines Herzinfarktes hinweist, glaubt Helmut ihm kein Wort und vermutet, dass sein Bruder ihm den Neuanfang in der Südsee nicht gönnen will. Es kommt zu einer Auseinandersetzung. Als Helmut schließlich bei Dr. Brentano noch eine zweite Meinung einholen will, verschlechtert sich sein Zustand rapide. Helmut bricht mit einem Infarkt zusammen. Gernot überredet seinen Bruder schließlich zu einer Operation, doch es kommt zu Komplikationen und Helmut fällt ins Koma. Gernot macht sich schwere Vorwürfe. Ingrid ist es, die ihm wieder Mut macht und ihn schließlich am Morgen schlafend in seinem Büro vorfindet. Sie appelliert an seine Vernunft, die Beziehung zu seinem Bruder nicht durch seine Sturheit zu gefährden, zumal sie in den letzten Stunden vor dem Tod ihrer Schwester Gisela deutlich zu spüren bekam, wie wichtig eine Aussprache ist. Ermutigt davon scheint Gernot seine Zweifel zu verlieren. Als Helmut aus dem Koma erwacht, kommt es zur Aussprache zwischen beiden Brüdern. Helmut, der von seiner geldgierigen Freundin im Verlaufe seines Klinikaufenthalts verlassen wurde, wirft alle Pläne für einen Neuanfang in der Südsee über Bord. Und Gernot beweist durch diese Aussprache, dass er in der Lage ist, sich zu ändern. Er erkennt, dass er viel zu lange mit seiner Klinik verheiratet war und beschließt bald, diesen Umstand zu ändern. Nachdem ihn Dr. Eichhorn mit dem Internet vertraut gemacht hat, gerät er dort auf die Seite der Partneragentur "Von Herz zu Herz" und will sein Glück auf diese Weise versuchen. Währenddessen will auch Ingrid ihr Leben wieder in den Griff bekommen. Nachdem sie die zerbrochene Beziehung zu Harry überwunden hat, genießt sie das Alleinsein und plant eine Reise zu den Verdi-Festspielen nach Verona. Als Sarah Marquardt davon erfährt, macht sie sich allerdings über Ingrids Einsamkeit lustig. Obwohl Ingrid das Alleinsein nicht schwer fällt, sehnt sie sich tief in ihrem Herzen dennoch nach einem Partner, dem sie all ihre Liebe schenken kann und bei dem sie eine ebensolche Liebe zurückbekommt. Als sich Sarah bei Gernot wegen einer Mahnung, die Ingrid unbeabsichtigt verschuldet hat, beschwert, hinterfragt auch er, ob nicht Ingrids Einsamkeit daran Schuld ist, dass ihr in letzter Zeit einige Fehler unterlaufen. Ingrid ist empört. Zudem wird sie durch einen Patienten, einem Opernregisseur, der zurzeit "Die Macht des Schicksals" neu inszeniert, wieder an ihr erstes Rendezvous mit Gernot erinnert. Als sie am PC im Schwesternzimmer eine von Yvonne aufgerufene Seite einer Partnervermittlung entdeckt, meldet sich Ingrid ganz spontan an und lernt einen interessanten Mann mit dem Chatnamen "Papageno" kennen. Sie beeindruckt sein Motto "Ausgetretene Pfade verlassen" sowie seine Spontaneität. Allerdings bleibt Ingrids heimliche Partnersuche im Internet nicht lange verborgen. Sarah entdeckt im Schwesternzimmer zufällig auf dem Bildschirm des PCs die aufgerufene Seite der Partnervermittlung, wobei Yvonne alle Schuld auf sich nimmt, um Ingrid zu decken. Von ihr erfährt Yvonne nun von ihrem Mail-Kontakt mit "Papageno", der in Ingrid neue Hoffnung wachsen lässt. Mutig schlägt sie vor, sich bald darauf mit ihm beim Inder zu treffen. Obwohl Ingrid schnell Zweifel packen und sie am liebsten wieder vor dem Restaurant umkehren möchte, nimmt sie all ihren Mut zusammen und betritt mit einer weißen Rose, ihrem Erkennungszeichen, das Lokal. In der Ferne sieht sie einen Mann ihres Alters, den sie für "Papageno" hält. Dass er dessen Text aus der "Zauberflöte" gut beherrscht, wird ihr schnell klar, als er das Lied des Vogelfängers anstimmt. Etwas verwirrt gibt sich Ingrid ihm als "Königin der Nacht" zu erkennen, doch dann muss sie schnell feststellen, dass ihr Gegenüber der früherer Opernsänger Anton Müller ist, der Ingrid für einen Fan gehalten hat. Als ihr klar wird, dass sie ihn mit dem wahren "Papageno" verwechselt hat, ist ihr die Situation äußerst peinlich und sie will nur noch davonlaufen. Doch dann steht plötzlich Gernot vor ihr - mit einer weißen Rose in seiner Hand. Schlagartig wird ihr klar, dass sich hinter dem vermuteten Traummann kein geringerer als Gernot verbirgt. Bei einer Tasse Tee hält sie ihm enttäuscht vor, dass er bei seinen Angaben im Internet gelogen hat. Nicht nur, dass er sich jünger gemacht hat - Gernot hat sie mit seiner vorgegebenen Spontaneität beeindruckt, die er in Wirklichkeit gar nicht besitzt. Ingrid schlägt deshalb vor, die ganze Sache zu vergessen und keine alten Geschichten aufzuwärmen. Als Gernot dies ebenso zu sehen scheint, verlässt sie schnell das Restaurant und betrachtet ihre Partnersuche im Internet als erledigt. Gernot hingegen geht sein Treffen mit Ingrid nicht mehr aus dem Kopf. Als er auch von Barbara zu hören bekommt, dass er keinesfalls spontan ist, will er daran etwas ändern. Er will Ingrid wiedersehen, nicht nur in der Klinik und liest noch einmal ihre Nachricht. Am Telefon macht sie ihm deutlich, dass zwischen ihnen alles gesagt ist. Das Gespräch wird jedoch von Sarah belauscht, die nun weiß, dass Ingrid unter dem Namen "Königin der Nacht" übers Internet an Gernot geraten ist. Sarah macht keinen Hehl aus ihrem Wissen und verrät es Ingrid, die nun glaubt, dass Gernot ihr alles erzählt hat. In der Mittagspause will sie ihn beim Inder zur Rede stellen, doch sie trifft auf einen äußerst gut gelaunten Gernot, der mit Ingrid anstoßen will. Etwas vor den Kopf gestoßen zeigt er ihr zwei Flugtickets nach Mailand für das Wochenende und zwei Karten für die Mailänder Scala. In den letzten Tagen ist ihm schlagartig bewusst geworden, wie viel er noch immer für Ingrid empfindet. Mit dieser spontanen Reise will er ihr zeigen, wie viel sie ihm bedeutet und dass er in der Lage ist, sich zu ändern. Nur langsam beginnt Ingrid seine Absichten zu verstehen, obwohl sie noch immer Zweifel hegt, ob sie mit dieser Reise nicht nur etwas Altes aufwärmen. Gernot macht ihr klar, dass dies ein Neuanfang werden soll, auf den er sich sehr freut. Zögerlich, aber dennoch bereit für einen neuen Anfang stößt Ingrid schließlich darauf mit ihm an und freut sich auf ein wunderschönes Wochenende in Mailand bei der "Zauberflöte". Schließlich hat auch diese Oper ein Happy End!