Ingrid und Gernot - Die Geschichte ihrer Liebe

GEMEINSAME JAHRE

 

Sie arbeiten seit vielen Jahren gemeinsam in der Sachsenklinik. Gernot Simoni hat sich nach dem Tod seiner Frau ganz der Arbeit verschrieben und auch Ingrid hat nach der Scheidung von Arno Rischke ihren Job an erste Stelle gesetzt. Zwar schlägt ihre Sympathie für den Chef bald in große Bewunderung um, doch traut sie sich nicht, es ihm zu gestehen.

 

Als er einen Herzinfarkt erleidet, steht sie ihm zur Seite und macht sich große Sorgen um ihn. Gernot, der für ihre Hilfe dankbar ist, ahnt jedoch nichts von ihren Gefühlen. Auch er ist sich nicht darüber klar, ob es mehr als bloße Sympathie ist, die er für Ingrid empfindet. Er schenkt ihr heimlich Rosen, hält sich jedoch bedeckt und distanziert. Ingrid aber spürt, dass sie sich verliebt hat. Aus Angst zurückgewiesen zu werden, lässt sie sich nichts anmerken. Schließlich bekommt sie doch noch Gelegenheit, ihm ihre Gefühle zu offenbaren.

START

INGRID RISCHKE

GERNOT SIMONI

DIE GESCHICHTE IHRER LIEBE

 Gemeinsame Jahre

 Annäherung

 Große Gefühle

 Zeit zu zweit

 Die Trennung

 Eigene Wege

 Freundschaft

 Eine neue Chance

 Erste Hürden

 Glücksmomente

 Verlockungen

 Zweite Heimat

FANFICTION

 

ANNÄHERUNG

 

 

Der gute Geist seines Vorzimmers ist ohne Zweifel Barbara Grigoleit, ihr Organisationstalent einmalig und ihre humorvolle und freundliche Art erfrischend. Als sie die erste Zeit in der Sachsenklinik ist, hält sich Gernots Begeisterung jedoch in Grenzen. Er war sein altes System gewohnt und nun brachte Barbara mit ihrer Strenge alles durcheinander. Aber Günther hatte ihn ja gewarnt, schließlich war er selbst einmal Barbaras Chef gewesen und um sie ein wenig "zurechtzuformen", hatte er sich einen großartigen Plan ausgedacht. Vielleicht sollte Gernot sie in die Oper einladen, so wie auch er es schon versucht hatte. Und gerade weil er es bereits versucht hatte, durchschaut Barbara die Absichten ihres Chefs, als Gernot ihr die Karte überreicht. "Keine Widerrede", bittet er. Doch Barbara, die wenig Interesse zeigt, behält die Karte nur widerwillig. In der Kantine sieht sie zufällig, wie Ingrid ihren Schwestern einimpft, Befehle des Chefs gefälligst einzuhalten. Schwester Yvonne erzählt Barbara von der Sympathie, die Ingrid für den Professor empfindet und so kommt Barbara auf eine Idee. Sie will Schicksal spielen, schenkt Ingrid die Karte und lässt sie in dem Glauben, dass sie auch für sie bestimmt wäre. Ingrid ist voller Hoffnungen.

 

Sie wird Pia Heilmanns erste Kundin in deren neuem Friseursalon und holt ihren Rat ein. Schließlich möchte sie für den Professor umwerfend aussehen. Als Gernot vor dem Gewandhaus auf Ingrid trifft, glaubt er zunächst an einen Zufall. Er ist von Ingrid, die an diesem Abend einfach großartig aussieht, überrascht und erkennt mehr und mehr, dass Barbara nicht mehr kommen wird.

 

Ingrid und Gernot genießen den herrlichen Abend. Bei einem Glas Wein nach der Aufführung stellen sie, neben ihrer Vorliebe für klassische Musik, viele Gemeinsamkeiten fest. Der Abend nimmt jedoch ein rasches Ende, als Gernot wegen eines Notfalls in die Klinik gerufen wird. Es geht um seinen Bruder, mit dem er 30 Jahre lang keinen Kontakt mehr hatte und der nun plötzlich krank wurde. Ingrid begleitet ihn in die Klinik und tröstet Gernot, der sich große Sorgen macht. Sie ist der festen Überzeugung, dass das Eis zwischen ihnen gebrochen ist. Doch nach und nach wird ihr bewusst, dass Gernot Abstand zu ihr hält. Als er vor dem Personal und seinem Bruder Ingrid einen Fehler vorwirft, ist sie zutiefst gekränkt. Sein Bruder, der bemerkt, dass Ingrid etwas für Gernot empfindet, gibt ihm schließlich den Rat, nicht bei jeder Frau den gleichen Fehler zu begehen. Als sie wenig später in seinem Büro auftaucht, verhält er sich ihr gegenüber jedoch nicht anders und wirft sie und auch Barbara, die hinzugekommen ist, aus seinem Büro. Die verletzte Ingrid rennt davon. Gernot hält sie allerdings im Flur auf und bittet sie, den gemeinsamen Abend zu vergessen. Doch Ingrid kann nicht vergessen. Sie zieht ihre Konsequenzen und entschließt sich zu kündigen. Als sie Barbara den weißen Umschlag überreicht, erkennt diese sofort, was Ingrid vorhat. Sie macht sich große Vorwürfe und beichtet ihr schließlich, dass alles nur ihre Schuld war, denn die Karte war im Grunde nicht für Ingrid bestimmt. Doch diese ist zutiefst verletzt und räumt unter Tränen ihren Spind. Sie glaubt, es war naiv zu denken, dass sich der Professor in eine Krankenschwester verlieben würde. Barbara, die sie schuldig fühlt, will die Sache wiedergutmachen. Verzweifelt versucht sie, den Professor zu erreichen. Doch er hat sich freigenommen und versucht, vor dem Gewandhaus über seine Gefühle Klarheit zu gewinnen. Über sein Autotelefon erhält er schließlich Nachricht von Barbara. Er fährt gleich zu Ingrid, die nicht ans Telefon geht und schließlich doch vor ihrer Haustür auftaucht, um eine streunende Katze zu füttern. Zwar entschuldigt er sich bei ihr, doch Ingrid möchte nicht mehr in die Klinik zurückkehren. Sie gesteht ihm, dass ihr der Abend viel bedeutet hat, aber womöglich hat sie ihn einfach nur überbewertet. Gernot aber kann sie davon überzeugen, in die Klinik zurückzukehren. Er erklärt ihr, wie schwer es für ihn ist, nach all den Jahren der Einsamkeit wieder eine Beziehung mit einem Menschen einzugehen. Das einzige, was ihm darüber hinweg helfen könnte, wäre Zeit.

 

 

 

 

GROSSE GEFÜHLE

 

 

Ingrids und Gernots Gefühle füreinander werden schließlich stärker. Eines Abends überrascht er sie im Schwesternzimmer, als sie ihre Strumpfhose zurechtrücken will und dabei ihren Rock hebt. Sie erschreckt sich fürchterlich, als sie Gernot bemerkt. Er spricht einen Moment mit ihr, doch sie werden von einer Krankenschwester gestört. Der Professor bittet sie daraufhin in sein Büro, wo er in Erinnerungen an seinen verstorbene Frau und seine Tochter schwelgt. Doch als Ingrid vor ihm sitzt, ist er sich sicher, den Abend mit ihr verbringen zu wollen. 

Wie viel sie ihm bedeutet, wird ihm jedoch erst kurze Zeit später klar, als ein Patient mit Verdacht auf Ebola samt dem betreuenden Personal auf die Isolierstation gebracht werden muss. Auch Ingrid hatte mit dem Patienten Kontakt und muss in Quarantäne. Gernot macht sich große Sorgen. Er ist unendlich froh, als sich der Verdacht als falsch erweist und er Ingrid endlich in seine Arme schließen kann.

Auf die Probe wird ihre Liebe jedoch gestellt, als zwei Schwestern, die mit einer Gehirnerschütterung in die Klinik eingeliefert werden, um die Gunst des Professors buhlen. Ingrid beobachtet deren Aufdringlichkeit mit Argwohn. Als sie schließlich sein Büro einnehmen, erkennt auch Barbara die Situation und entschließt sich, ihm zu helfen. Sie setzt sich auf seinen Schoß und gibt sich als seine Verlobte aus. Das schreckt nicht nur die beiden Schwestern ab, sondern auch Ingrid, die das Geschehen vom Vorzimmer aus beobachtet hat. Sie versteht die Situation falsch und flüchtet eifersüchtig ins Schwesternzimmer. Gernot, der sie gesehen hat, folgt ihr umgehend. Er kann sie davon überzeugen, dass alles nur ein Missverständnis gewesen ist und versichert ihr, dass sie die einzige Frau ist, der er liebt.

 

Ingrid erweist sich als große Stütze für ihn, als sie ihm bei einem schwierigen Fall zur Seite steht. Gernot verspricht den Eltern eines kleinen Mädchens leichtfertig, ihre Tochter zu heilen und wagt eine komplizierte OP. Doch bald stößt er an seine Grenzen, als er bei einer Nachuntersuchung feststellt, dass er gezwungen ist, dem kleinen Mädchen ein Bein zu amputieren. Die Eltern machen Gernot schwere Vorwürfe und wollen gegen ihn klagen. Ingrid steht ihm bei und versucht, ihn zu überzeugen, dass es nicht seine Schuld war. Gernot aber gerät in eine Sinnkrise und stellt seine Kompetenz in Frage. Er übergibt seinen Posten vorläufig an Dr. Heilmann.

 

Ingrid versucht, ihm wieder Mut zu machen. Erst als die Eltern des kleinen Mädchens den Ernst der Lage erkennen, stimmen sie einer Amputation des Beines zu. Gernot kann dadurch das Leben des kleinen Mädchens retten. Erleichtert nimmt er seinen Posten wieder auf und bedankt sich bei Ingrid, die immer an ihn geglaubt hat.

 

 

ZEIT ZU ZWEIT

 

 

Auch nach einigen Wochen verheimlichen Ingrid und Gernot ihre Zuneigung vor den anderen Kollegen. Um mehr Zeit miteinander zu verbringen, entschließen sie sich zu einem gemeinsamen Urlaub. Auch Dr. Heilmann entgeht der Zufall nicht, dass beide zur selben Zeit wegfahren. Schwester Yvonne schöpft ebenfalls Verdacht. Dieser erhärtet sich, als sie sieht, wie Ingrid und der Professor gemeinsam die Klinik verlassen und er ihr sanft über die Wange streicht. Yvonne, die die Oberschwester während ihres Urlaubs vertritt, kommt zufällig hinzu, als Barbara Dr. Heilmann die Telefonnummer des Chefs in seinem Hotel "Zur Mühle" in Seiffen gibt und notiert sie sich heimlich. Sie nutzt die Gelegenheit und ruft dort an, um die Oberschwester zu verlangen. Sie erfährt, dass sich beide dort aufhalten und im selben Zimmer untergebracht sind. Ganz angetan von dieser Geschichte kann sie die Neuigkeit nicht für sich behalten und erzählt Frau Heilmann davon. Bald ist die halbe Klinik informiert, bevor Barbara Gelegenheit erhält, Yvonne zurechtzuweisen. Das Gerücht aber hat die Runde gemacht.

Inzwischen haben Ingrid und Gernot noch einige Tage auf Rügen verbracht, bevor Gernot sie für die restlichen zwei Urlaubstage in seine Villa einlädt. Ingrid ist begeistert von seinem Haus. Gernot jedoch kann nicht länger abschalten und ist in Gedanken bereits wieder in der Klinik. Als Ingrid ihm erlaubt, dort kurz vorbeizuschauen, operiert er gleich eine Beckenfraktur, da es sich um sein Spezialgebiet handelt. Ingrid sieht sich in der Villa um, sie besorgt frische Lebensmittel und stellt damit gleich seinen Alltag auf den Kopf. Gernot, der lange Zeit allein gelebt hat, bemerkt, wie schwer es ihm fällt, sein Leben wieder mit jemandem zu teilen. Dennoch sieht er auch, wie sehr sich Ingrid um ihn sorgt. Er möchte ihre Beziehung nicht länger verheimlichen, da er davon überzeugt ist, dass das Personal sowieso längst informiert ist und kehrt gemeinsam mit Ingrid am Ende seines Urlaubs in die Klinik zurück.

Auch Ingrid ist überglücklich, an seiner Seite zu sein und zieht wenig später zu ihm in die Villa. Sie hält ihn für einen wunderbaren Mann und schließt ihn sogleich in ihre Arme, als er von seiner Dienstreise aus Schottland zurückkehrt. Gernot zeigt ihr Schwäne auf einem See und sie genießen schöne Abende in der Oper. Erst als er auf einen Mozartabend verzichtet, um die Zeit gemeinsam mit seinem alten Studienkollegen Matthias Krumbiegel zu verbringen, befürchtet er Ärger. Doch den gibt es unerwartet mit Matthias, der sich verdächtig in der Klinik umsieht und schließlich von Ingrid als "Spion" enttarnt wird, der im Auftrag einer Firma Informationen über ein neues Medikament erfahren wollte. Als Ingrid noch am selben Tag eine schwierige Patientin von einer wichtigen Therapie überzeugen kann, ist Gernot unheimlich stolz auf sie und erkennt, wie wichtig sie für ihn geworden ist.

Sorgen macht sich Ingrid auch um Gernots Gesundheitszustand. Er überlastet sich beim Fußball und will einfach nicht damit aufhören. Als er bei einem Spiel einen Unfall hat und sich den Fuß verletzt, kann sie ihn überreden, endgültig mit diesem Sport aufzuhören. Gernot aber wird schließlich von einem Kollegen überzeugt, sich dem Golfspiel zuzuwenden. Nicht nur der Sport reizt ihn, sondern auch die gesellschaftlichen und beruflichen Kontakte, die er auf dem Rasen knüpfen kann. Er bittet auch Ingrid, mit ihm gemeinsam in den Club zu gehen. Sie ist skeptisch, ob sie ihn diesen Kreis der Gesellschaft passt. Das erste Spiel endet für sie obendrein enttäuschend und während Gernot in seinem neuen Sport aufgeht, kann sie sich nicht so recht damit anfreunden. Doch ihr bleibt nichts anderes übrig, als seine neue Vorliebe zu akzeptieren. Dafür schaut sie mit stolzem Blick auf ihn, als er einen Preis für die Sachsenklinik erhält und steht ihm zur Seite, wann immer er sie braucht.